Infos zur E-Zigarette

Das Rauchen von Zigaretten ist nicht nur in Deutschland in letzter Zeit in ein schlechtes Licht geraten, obwohl die Einnahmen an Tabaksteuer hoch sind. In der Öffentlichkeit ist Rauchen nur noch an bestimmten Plätzen erlaubt. Raucher fühlen sich zunehmend diskriminiert. Andererseits ist Rauchen schädlich, nicht nur für den Raucher selbst, sondern auch für seine Mitmenschen, die den Passivrauch (Nebenstromrauch) einatmen. Beim Ziehen an der Zigarette findet bei ungefähr 900 Grad Celsius die thermische Zersetzung von Tabak und Papier statt. In dem entstehenden Hauptstromrauch sind neben dem Suchtstoff Nikotin weitere 4800 schädliche und teilweise hochgiftige Substanzen enthalten. Viele stehen im Verdacht, krebsauslösend zu sein. Gute Gründe, der eigenen Gesundheit und den Mitmenschen zu Liebe mit dem Rauchen aufzuhören oder gar nicht damit anzufangen. Doch der Rauchstopp ist schwer und der Gruppenzwang groß. Ehemalige Raucher vermissen nicht den Zigarettenrauch. Sie vermissen bestimmte Gewohnheiten. Das Rauchen beim Kaffee und Zeitunglesen am Morgen und nach dem Essen, das hastige Rauchen bei Stress oder die willkommene Raucherpause bei der Arbeit. Eine gute Alternative ohne Schadstoffe ist die E-Zigarette. Sie befriedigt diese Bedürfnisse und liegt voll im Trend.

Die E-Zigarette, auch elektrische oder elektronische Zigarette genannt, wird elektrisch beheizt und verdampft eine aromatisierte Flüssigkeit. Dieses Verdampfen ist ähnlich dem Verfahren, mit dem in Diskotheken Nebel erzeugt wird. Das Liquid wird mit einem dünnen Docht über eine kleine, batteriebetriebene Heizspirale geleitet und verdampft dort. Es findet kein schadstofferzeugender Verbrennungsprozess statt. Der entstehende Dampf wird inhaliert. Die Dampfer von E-Zigaretten empfinden beim Einatmen dieses Dampfes ein ähnliches Gefühl wie beim Inhalieren von Zigarettenrauch.

Die Idee der elektrischen Zigarette ist mehr als 50 Jahre alt. Der amerikanische Erfinder Herbert A. Gilbert hatte 1963 den Einfall und erhielt 1965 das Patent dafür. Zu jener Zeit war das Bewusstsein für die Schädlichkeit des Tabakrauchs nicht in dem Maße vorhanden wie heute. So ging Gilberts rauchfreie Zigarette niemals in Produktion. Der Chinese Hon Lik übernahm 2003 das Grundprinzip. Er änderte viele Details und erstellte eine komplett neue Funktionsweise. Seine Entwicklung war erfolgreich. Innerhalb kurzer Zeit eroberten seine elektrischen Zigaretten den Markt in China. Seit 2005 werden sie exportiert und sind heute weltweit verfügbar.

E-Zigaretten sind in Deutschland in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Größten Komfort bietet die EVod. Ihr spezielles Clearomizersystem sorgt für optimale Liquidverdampfung und einen guten Geschmack des Dampfs. Die Lieferung erfolgt mit mehreren Akkus, Wechselverdampfern und einem Ladegerät. Einfach und kostengünstig lassen sich Verschleißteile auswechseln. Das kleine Sichtfenster zeigt den aktuellen Liquidstand an. Im Vergleich zu anderen E-Zigaretten verfügt die Evod über größere Tanks, die nicht auslaufen. Schnell und einfach lässt sich das Liquid wieder auffüllen. Kleinere Modelle wie die Mini-E-Zigarette kommen dem Aussehen von Zigaretten näher. Ihre Tanks sind kleiner und müssen öfter befüllt werden. Durch die schwächere Akkuleistung ist die Lebensdauer kürzer. Nicht wieder befüllbar sind die E-Shishas. Diese Einweg-E-Zigaretten sind batteriebetrieben und enthalten bereits eine aromatisierte Flüssigkeit. Ist diese aufgebraucht, ist die E-Shisha nicht weiter benutzbar.

E-Liquids, kurz Liquids genannt, sind die Flüssigkeiten, die in der elektrischen Zigarette verdampfen. Im Liquid sind meistens Propylenglykol (Lebensmittelzusatzstoff E 1520), Glycerin, Lebensmittelaromen und etwas Wasser enthalten. Erhältlich sind die Flüssigkeiten in verschiedenen Geschmacksrichtungen und mit Nikotin in unterschiedlichen Stärken. Wer auf Nikotin und Aromen verzichten möchte, erhält die Liquids nikotin- und aromafrei.

Während ältere elektrische Zigaretten meist über ein Wattedepot verfügen, haben die neuen Modelle ein Tankdepot. Für die Tanks gibt es fertige Depots mit Liquids zum einfachen Einsetzen in den Tank. Manche Tanks kann man selbst befüllen. Dazu wird die Silikonkappe vom Tankdepot abgenommen und aus dem Liquidfläschchen das Liquid ins Depot gegeben. Nach Verschließen des Tankdepots ist die elektrische Zigarette wieder einsatzbereit. Der Verbraucher sollte beim Befüllen sauber arbeiten, um Schäden am Gerät zu vermeiden. Empfohlen wird aus hygienischen Gründen das Austauschen des Depots nach dreimaligem Befüllen.

Beim Rauchen von täglich einer Schachtel mit 19 Zigaretten benötigt der Raucher 570 Zigaretten im Monat. Bei einem Preis von fünf Euro pro Schachtel zahlt er dafür 150 Euro. Der Inhalt eines Liquiddepots entspricht ungefähr zehn bis 15 normalen Zigaretten und kostet zwischen 0,50 EUR und 1,50 EUR. Für die Menge von 570 Zigaretten monatlich werden 38 Depots benötigt. Bei einem Durchschnittspreis von einem Euro pro Depot zahlt man für das monatliche Dampfen damit nur 38 Euro. Es ergibt sich eine Preisersparnis von 112 Euro monatlich oder 1344 Euro pro Jahr. Bei den Liquids zum Selbstbefüllen der Tankdepots ist der Spareffekt noch größer. Natürlich müssen die Anschaffungskosten für eine qualitativ hochwertige elektrische Zigarette eingerechnet werden sowie die Versandkosten für das E-Liquid. Trotz alledem ist die Preisersparnis enorm.

Der Nutzen von elektrischen Zigaretten bei der Tabakentwöhnung ist noch nicht nachgewiesen. Ehemalige Zigarettenraucher beschreiben jedoch den Umstieg auf die E-Zigarette als sehr hilfreich. Die Entwöhnung ist einfacher, da die lieb gewordenen Gewohnheiten beibehalten werden.

Unverständlich ist, dass in manchen Ländern verschiedene Behörden das Dampfen von E-Zigaretten verunglimpfen. Gesundheitliche Gründe gibt es dafür nicht, denn die elektrischen Zigaretten sind gesundheitlich im Allgemeinen unbedenklich.

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